Von Mittwoch bis Freitag war ich dienstlich in Wien und an einem Abend hatte ich Zeit mit der Kamera rauszugehen. Ende November ist natürlich Weihnachtsmarktzeit, was das Ganze noch einmal spannender macht. Ich habe mich also in die U3 Richtung Stephansplatz gesetzt und mir einfach mal die Strecke vom Stephansplatz zum Rathausplatz vorgenommen. An beiden Plätzen gibt es Weihnachtsmärkte und dazwischen liegen schöne Gassen und viele kleine Weihnachtsmärkte. Wien ist wirklich eine Stadt, die im Advent besonders strahlt.

Bild vom Stephansdom in Wien mit Weihnachtsbaum
Der Stephansdom mit Weihnachtsbaum
Bild von einer Kutsche am Stephansdom in Wien mit einem unscharfen Kutscher
Kutschen und Lichter
Weihnachtsmarkt Stände von oben
Weihnachtsmarkt von oben.

Da ich kein Anwalt bin, will ich hier nicht rechtlich beraten sondern nur meine Sicht und meinen Wissensstand schildern.

Seit es die DSGVO gibt glauben viele Leute, sie dürften auf der Straße nicht mehr fotografieren, wenn Menschen auf den Bildern auftauchen oder diese Bilder sogar in Blogs oder auf Instagram veröffentlichen. Das ist auf der einen Seite falsch und auf der anderen Seite auch richtig. Wie immer kommt es darauf an. Die DSGVO ist ein europäisches Gesetz, bietet aber ausdrücklich den Mitgliedsstaaten die Freiheit, bestimmte Dinge selbst zu ergänzen. So ist es zum Beispiel mit der Kunstfreiheit, die weiterhin im Kunsturhebergesetz geregelt ist, Geltung hat und in seinen Anwendungsfällen über der DSGVO steht. Straßenfotografie ist Kunst und die „Kunst“ ist etwas, was der der Gesetzgeber ausdrücklich erhalten will. Sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten.

So ist es ausdrücklich erlaubt alles zu fotografieren, was sich im öffentlichen Raum befindet. Bei Personen ist das natürlich eingeschränkt mit der „Beiwerk“ Regelung. Ist eine Person „Beiwerk“ und nicht das Motiv in der Kunst dann kann das Bild verwendet werden, auch ohne Einwilligung und auch, wenn die Person erkennbar ist. Sobald eine Person aber in den „Fokus“ gerät und zum eigentlichen Motiv wird ist absolut eine Einwilligung erforderlich.

Ein Irrtum ist die Annahme, dass es darauf ankommt, wie viele Personen auf dem Bild zu sehen sind. Die Anzahl der Personen auf dem Bild ist für das Recht am eigenen Bild irrelevant. Wenn 100 Personen auf dem Bild sind, aber eine im Fokus steht und das Motiv ist, so hat sie das Recht am eigenen Bild. Wenn nur eine Person auf dem Bild ist, aber nur „Beiwerk“ und das eigentliche Motiv ein öffentlicher Platz in einer Großstadt, dann kann das Bild verwendet werden ohne mit der Person zu sprechen.

Zum Start meines Spaziergangs durch Wien habe ich den Stephansdom besichtigt. Den hast du ja oben schon von außen gesehen. Von innen ist er genauso prächtig, wie von außen.

Stephansdom von innen
Stephansdom von innen.
Kerzen im Dom
Kerzen im Dom.

Für 7 Euro kann man mit einem Aufzug, abends bis 20:30 Uhr, auf einen der Türme, auf eine Aussichtsplattform, hoch fahren. Das bietet eine schöne Aussicht über Wiens Dächer und natürlich auch schöne Blicke herunter auf den Stephansplatz:

Ausblick vom Stephansdom
Ausblick von einem der Türme.
Ausblick über Wiens Dächer. Vom Stephansdom über die Jesuiten Kirche zum Prater.
Ausblick über die Jesuitenkirche zum Prater.
Ausblick vom Stephansdom ins moderne Wien
Ausblick ins moderne Wien.

Auf dem Weg zum Rathausplatz bin ich an der Pestsäule und der Peterskirche vorbeigekommen. In Wien ist wirklich der Weg das Ziel. Überall schöne Dinge zum sehen und Fotografieren!

Pestsäule
Die Pestsäule. Erinnerung an die Pestepidemie von 1679.
Die Peterskirche
Die Peterskirche
Blick über die Straße mit Weihnachtsbeleuchtung in Wien.
Blick auf die Straße mit Weihnachtsbeleuchtung.

Angekommen am Rathausplatz ist mir noch diese Aufnahme gelungen:

Leucht Rehe und Riesenrad
Weihnachtsbeleuchtung am Rathausplatz.

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Vielen Dank, dass du bis hierhin gelesen hast und bis zum nächsten mal,


Eine Antwort zu „Wien im Advent – Streetfotografie“

  1. Avatar von Dieter Herrmann
    Dieter Herrmann

    Sehr schöne Bilder von Wien!
    Auch die rechtliche Situation von Streetfotografie, verständlich und knapp erklärt, prima!
    Liebe Grüße

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