Einen Seeadler vor die Linse zu bekommen, ist der Traum vieler Fotografen. Am Großen Feldberg hatten wir am 22. März 2026 die Chance, den imposanten Riesenseeadler Miro hautnah zu erleben.
Ich war zu Gast bei einem Workshop von Nicole Herr, der in Zusammenarbeit mit Christian Wick vom Falkenhof Großer Feldberg stattfand. Während Christian die Vögel präsentierte und spannendes Hintergrundwissen lieferte, sorgte Nicole mit ihrem geschulten Auge für das perfekte Licht und die besten Spots.


Worum ging es bei dem Workshop?
Der Falkenhof Gr. Feldberg wurde im Juni 1965 gegründet und ist somit die älteste und zugleich auch höchstgelegene Falknerei Hessens. Bei einem Rundgang durch die Falknerei sieht man ca. 30 verschiedene Vogelarten – Falken, Bussarde, Adler, Eulen, Dohlen, Lachende Hänse – fast zum Greifen nah (oder besser nicht!). Zu den Vögeln gesellen sich auch noch Reptilien in verschiedenen Arten. Lebhafte Frettchen sind auch zu sehen, wenn Sie mal wach sind. Die Frettchen durften wir auch fotografieren 🙂
Das Ziel der Falknerei ist es den Menschen die Greifvögel näher zu bringen und ihnen etwas über die Biologie, das Verhalten und deren Lebensräume zu erklären.
Genau das hat Inhaber und Falkner Christian Wick während des Workshops auch sehr ausführlich und mit viel Freude getan. Nicole fand den perfekten Spot im Wald, auf dem Feldberg, an dem wir die Morgensonne am besten nutzen konnten und hat die Teilnehmer angeleitet, wie man die besten Fotos bekommt.
Der Workshop ist also eine wunderbare Mischung aus Fotografie und Wissen über die Vögel und Tiere.
Christian hat uns wirklich alles über die Tiere erzählt. Da ich wegen dem Fotografieren aber nicht „mitschreiben“ oder mir alles merken konnte, habe ich einzelne Key-Infos zu den Vögeln auch noch einmal online recherchiert. Zitate sind sichtbar, mit Quelle, als solche markiert.
Wenn ihr also mehr wissen wollt, wird sich Christian auf jeden Fall sehr freuen, bei einem Besuch auf dem Feldberg, mehr zu erzählen! Mit und ohne Fotografieren! Für ein Foto-Erlebnis, wie das aus diesem Beitrag, solltet ihr den Workshop bei Nicole buchen. Der findet auch regelmäßig statt.
Du findest Nicole unter @nicoles_moments auf Facebook und Instagram
Christian Wick und den Falkenhof findest du auf Instagram und über diese Homepage

Riesenseeadler Miro
Der Riesenseeadler (Haliaeetus pelagicus) ist ein Greifvogel aus der Gattung der Seeadler. Er ist der größte Seeadler und gekennzeichnet durch schwarz-weißes Gefieder, den außerordentlich großen und kräftigen orangegelben Schnabel sowie seine paddelförmigen Flügel. Riesenseeadler leben an Flüssen und Küsten des pazifiknahenRussland. Je nach geographischer Lage sind sie Standvögel oder Zugvögel, die wichtigsten Überwinterungsgebiete liegen in Japan. Riesenseeadler ernähren sich von Fischen, Wasservögeln und Aas. Der Bestand umfasst etwa 5000 Exemplare und nimmt weiter ab; daher stuft die IUCN den Riesenseeadler als vulnerable (gefährdet) ein.
Quelle: Wikipedia
Gleich der erste Vogel war also direkt spektakulär und selten. Greifvögel sind fixiert auf eine Person und und nicht wirklich „umgänglich“ bei nähe zu Menschen, die sie nicht kennen. Miro hat sich an seinen Falkner Christian gewöhnt. Ansonsten sollte ihm aber niemand zu nahe kommen oder denken man könnte ihn streicheln 🙂 Bei einem Riesenseeadler kann das nämlich schnell mit ernsthaften Verletzungen enden.
Dementsprechend haben wir uns mit unseren Tele-Objektiven immer in gesundem Abstand aufgehalten. Bei einem Besuch in der Falknerei muss man sich aber keine Sorgen machen. Da gibt es natürlich Gitter und Abgrenzungen zu den Besuchern, wo es notwendig ist.






Sarah der Gerfalke
Der Gerfalke (Falco rusticolus) ist die weltweit größte Falkenart. Er ist zirkumpolar in den arktischen Regionen Eurasiens und Nordamerikas sowie Grönlands vertreten und besiedelt dort die Tundra. In Mitteleuropa ist er nur sehr selten als Wintergast zu beobachten und hält sich dann meist in Küstennähe auf.
Der Gerfalke, dessen horizontale Fluggeschwindigkeit die des Wanderfalken übertrifft,[1]wird seit dem Mittelalter als Beizvogel (Jagdfalke) sehr geschätzt. Weiße Gerfalken galten als besonders wertvoll und zählten regelmäßig zu den Geschenken an und zwischen Fürstenhäusern.
Quelle: Wikipedia
Nach Miro folgte Sarah, der Gerfalke. Ihr schneeweißes Gefieder war ein absoluter Blickfang im Taunus-Wald. Sie saß so majestätisch und ruhig auf ihrem Stein, als wüsste sie ganz genau, wie fotogen sie ist.



Ivan der sibirische Uhu
Größe & Aussehen: Er ist die weltweit größte Eulenart, wird etwas größer als der europäische Uhu und hat ein helleres Federkleid.
Lebensweise: Die Tiere sind nachtaktive Jäger (Kleinsäuger und Vögel) und leben in der Regel in lebenslanger Monogamie.
Fortpflanzung: Einmal jährlich werden 2–4 Eier bebrütet. Die Küken verlassen nach einem Monat das Nest als „Ästlinge“, bleiben aber auch nach dem Fluggelernen noch Monate bei den Eltern.
Geschichte & Name: Im Mittelalter als Unglücksbote verfolgt, was den Bestand dezimierte. Seinen Namen verdankt er dem charakteristischen „Uh-hu“-Ruf.
Quelle: www.tierpark-sababurg.de/tierdetails/nm/sibirischer-uhu/
Ivan, der sibirische Uhu, ist das dritte Modell gewesen. Die weißen Federn mit den orangenen Augen fand ich extrem spannend zu fotografieren:


Matze der Mäusebussard
Der Mäusebussard (Buteo buteo) ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen und der häufigste Vertreter dieser Familie in Mitteleuropa. Er ist mittelgroß und kompakt, das Gefieder variiert von Dunkelbraun bis fast Weiß. Er kann oft bei seinen kreisenden Segelflügen oder bei der Ansitzjagd beobachtet werden. Den Hauptteil der Nahrung machen Kleinsäuger aus. Lebensraum sind offene Landschaften wie Wiesen, Äcker und Heide mit angrenzenden Waldgebieten, in denen das Nest gebaut wird
Quelle: Wikipedia
Der Mäusebussard ist ein Vogel, der auch hier bei uns im Taunus Zuhause ist. Ihn kann man auch hier über Wiesen und Wäldern kreisen sehen. Das ist auch ein Ziel von mir mal einen im Flug zu erwischen. Bis jetzt habe ich sie immer nur aus Entfernung gesehen und konnte noch keinen mit dem Tele ran holen. Wenn es denn einer war 😉
Was mich bei Matze, dem Mäusebussard, sehr begeistert hat beim bearbeiten der Fotos war der blaue Glanz seiner Flügel. Das muss eine Art Spiegelung gewesen sein, die ich mir auch nicht so richtig erklären kann. Denn Matze war und ist nicht blau.
Um diesen Moment zu erwischen habe ich etwas Geduld gebraucht auf „Bewegung“ zu warten. Die Kamera war auf Serienbild eingestellt und sobald er die Flügel leicht bewegt hat habe ich abgedrückt. Genau dieser Moment war in Realität sicherlich nur eine Millisekunde. Er bewegt die Flügel sehr schnell.
Die Dauer, in der meine Kamera das Bild gemacht hat ist ein 1600stel Sekunde. Also wenn man eine Sekunde noch einmal durch 1600 teilt hat man die Zeit, die die Kamera hatte um dieses Bild zu machen.
Umgerechnet sind das 0,000625 Sekunden oder 0,625 Millisekunden oder 625 Mikro Sekunden
Die Alpha 6700, mit der ich fotografiere, kann bis zu 11 Bilder pro Sekunde machen. So viele will ich aber nicht haben, weil das ja auch in der Bearbeitung nachher sonst endlos Arbeit macht 🙂 Man sucht also den Sweetspot zwischen genug Bildern, damit eins wie dieses dabei ist, und nicht zu elendem aussortieren später.




Kalli der Kolkrabe
Der Kolkrabe ist mit einer Körperlänge von 54 bis 67 cm und einer Flügelspannweitevon 115 bis 130 cm größer als ein Mäusebussard und der mit Abstand größte europäische Rabenvogel. Der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Tierenist bezüglich der Größe gering, Männchen sind im Mittel etwas größer und schwerer als Weibchen. In einer Untersuchung in Polen hatten adulte Männchen eine Flügellänge von 388–442 mm, im Mittel 423,3 mm und wogen 1080–1370 g, im Mittel 1254 g, Weibchen hatten eine Flügellänge von 395–433 mm, im Mittel 413,8 mm, und wogen 1070–1235 g, im Mittel 1147 g.[1] Der Schnabel ist sehr groß und kräftig, der First des Oberschnabels ist deutlich nach unten gebogen.
Quelle: Wikipedia
Kalli ist ein schwarzer Kolkrabe. Auch hier fand ich den blauen Glanz wieder sehr spannend.


Anton (Nicht aus Tirol) Europäischer Uhu
Der Uhu (Bubo bubo) ist eine Vogelart aus der Gattung der Uhus (Bubo), die zur Ordnung der Eulen (Strigiformes) gehört. Uhus haben einen massigen Körper und einen auffällig dicken Kopf mit Federohren. Die Augen sind orangegelb. Das Gefieder weist dunkle Längs- und Querzeichnungen auf. Brust und Bauch sind dabei heller als die Rückseite.
Der Uhu ist ein Raub- und Standvogel, der bevorzugt in reich strukturierten Landschaften jagt. In Mitteleuropa brütet die Art vor allem in den Alpen sowie den Mittelgebirgen, daneben haben Uhus hier in den letzten Jahrzehnten aber auch das Flachland wieder besiedelt. Die Brutplätze finden sich vor allem in Felswänden und Steilhängen und in alten Greifvogelhorsten, seltener an Gebäuden oder auf dem Boden.
Quelle: Wikipedia
Anton war der älteste und entspannteste von allen Models an dem Morgen. Er hat vollkommen tiefenentspannt auf seinem Platz gesessen und hat sich fotografieren lassen.


Die Frettchen zum Schluß
Ganz am Ende gab es dann, quasi als Zugabe, noch die süßen Frettchen zu fotografieren. Die waren wirklich klein und flink und haben für viel Spaß am Ende gesorgt:




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