Vogelfotografie in Kronberg: Wer hätte gedacht, dass Vögel im Flug nicht nur eine Herausforderung für meine Geduld sondern auch für meine Armmuskeln sind. Meine Praxistipps und Learnings (Eines selbst noch lernenden) aus dieser Woche.

Mit meinem neuen Teleobjektiv habe ich mir das kleinste und kompakteste gesucht, was es für meine Sony-Kamera gab. Trotzdem wiegt die Kombination aus der Alpha 6700 und dem Tamron 50-400 etwa 1,5 kg. Um den Vogel im Flug zu erwischen, spotte ich ihn erst einmal, wenn er irgendwo im Baum Pause macht. Dann ist es deutlich einfacher, ihn zu erwischen, wenn er wieder losfliegt. Diese Vögel haben aber eine unfassbare Geduld. :-/ Entsprechend muss man die Kamera sehr lange vors Gesicht halten, was auf Dauer einfach in die Arme geht.
Diese Woche habe ich immer wieder die letzte Stunde Licht nach der Arbeit im Homeoffice genutzt, um aus meinem Fenster Vögel zu fotografieren. Im Luftraum über Kronberg, den ich aus Küche, Schlafzimmer und Wohnzimmer überblicken kann, sind so einige Vögel unterwegs.
Was macht das Fotografieren von Vögeln im Flug schwierig?
- Die Vögel sind schnell unterwegs: Man braucht schnelle Reaktionen um sie überhaupt zu erwischen.
- Den Fokus behalten: Man muss den Vogel im Display oder Sucher erwischen. Das ist bei starkem Zoom nicht ganz einfach, genau den Punkt zu spotten, an dem der Vogel ist.
- Situation: Die Situation für das Foto kommt überraschend und wiederholt sich meist nicht so schnell.
- Licht! Um einen Vogel im Flug scharf zu bekommen, braucht man eine Belichtungszeit von 1/2000 Sekunde oder kürzer. Da mein Objektiv eine Anfangslichtstärke von f/6.3 (bei den vollen 400 / 600 mm) hat, geht der ISO-Wert schon sehr hoch, wenn keine Sonne scheint.
- Die richtigen Einstellungen: Ohne den passenden Autofokus-Modus spottet die Kamera den Vogel im Flug nicht zuverlässig.
Was sind meine Learnings aus der Woche?
- Den Sucher benutzen, nicht das Display: Der Punkt lässt sich einfacher finden, wenn man sein Sichtfeld auf das fokussiert und beschränkt, was am Ende auf dem Foto ist.
- Vögel beobachten, bevor man sie fotografiert: Am besten kann man sie im Flug erwischen, wenn man den Abflug abpasst.
- Krafttraining ist wichtig! 🙂 Meine Kombination wiegt etwa 1,5 kg. Das ist zwar leicht für diese Brennweite, aber die Arme brennen trotzdem, wenn man sie lange vor die Augen hält. Profi-Equipment ist oft noch deutlich schwerer.

Wie mache ich also weiter?
Ich werde mir weiter schöne Orte suchen, an denen viele Tiere unterwegs sind. Wenn ich Zeit habe, werde ich dort bei Sonnenaufgang oder -untergang ansitzen, um noch mehr Möglichkeiten für schöne Fotos zu bekommen. Wenn ich Vögel fotografieren möchte, muss ich sie natürlich auch kennen. Ich habe mir ein Buch vom NABU gekauft, mit dem ich die Vögel bestimmen kann.
Dementsprechend wird es auf diesem Blog in Zukunft den einen oder anderen Beitrag mit Tier- und Vogelfotos geben oder eben auch mit schönen Landschaftsfotos aus dem Taunus.
Ist Fotografie auch ein Hobby für dich oder freust du dich einfach, schöne Bilder zu sehen? Ich freue mich über Feedback in den Kommentaren!
Newsletter und WhatsApp – Neue Beiträge
Ich freue mich, wenn du dabei bleibst! Über neue Beiträge informiere ich in meinem WhatsApp-Kanal oder in meinem Newsletter, den ich in den nächsten 1–2 Wochen starten möchte. Der Newsletter wird voraussichtlich einmal im Monat erscheinen und auf die Highlights des Monats hinweisen.
Anmeldung WhatsApp-Kanal:
Anmeldung Newsletter:
www.sherrmann-fotografie.de/newsletter


Schreibe einen Kommentar